Wie Sie den Minderwertkomplex der Leasinggeber überwinden

Eigentlich reden wir ja nicht mit Ihnen über Gefühle. Aber beim Thema Rückgabe von Leasingautos werden viele emotional. Gerade berichtete mir ein Unternehmer, der kurz vor der Abgabe seines Leasingdienstwagens bei einem deutschen Hersteller steht, dass er – ich zitiere – „sich wie ein kleiner Schuljunge fühlt, der zum Schuldirektor muss“. Verursacht wird das Gefühl durch die meist als übertrieben hart empfundene Bewertung der Schäden an Leasingautos. Ein Kratzer und schon muss der Kotflügel ausgetauscht werden. Das mulmige Leasing-Abgabe-Gefühl ist jedem bekannt, der für die Kosten seines Autos geradestehen muss.

Die Leasinggeber sagen, natürlich nicht zu Unrecht, wenn ein Auto Schäden aufweist, dann müssen diese eben auch bezahlt werden. Schließlich soll das Auto zu einem fairen Preis verkauft werden. Die Frage ist dabei: Was ist fair? Im Moment ist das fair, was der Leasinggeber (oder deren Anwälte und Gutachter) als fair empfindet. Denn die Leasinggeber haben den Markt an eine Minderwertsliste gewöhnt, die sich manchmal von der Realität des Marktes abkoppelt (siehe Beispiel unten).

Das Problem der Beurteilung von Minderwerten der Fahrzeuge beschreibt der ADAC deshalb treffend: „Problem: Es gibt keine objektiven Kriterien für die Abgrenzung einer übermäßigen Abnutzung. Deshalb ist die Feststellung des Minderwerts einer der häufigsten Streitpunkte zwischen Leasingnehmer und Leasinggeber. Auch Sachverständige können hier unterschiedlicher Meinung sein.“

Ein Beispiel aus unserer Praxis: eine Minderwertsabrechnung von über 2000 Euro für einen fast 5 Jahre alten VW Passat (239.500 km), der einen Marktwert von 6000 Euro hat. Kommt das nur uns so vor oder ist da irgendetwas aus dem Ruder gelaufen?

Wir bei ARI machen die Endabrechnung deshalb fair und einfach: Bei einem Open-End-Leasing zählt nur, was das Fahrzeug tatsächlich auf dem Markt bringt. Keine fiktiven Minderwertslisten. Nur so kann man aus unserer Sicht langfristig gerne und erfolgreich zusammenarbeiten.